Dezember 2017: Während des letzten Arbeitseinsatzes für dieses Jahr gilt es wieder zahlreiche Arbeiten zu erledigen. Es sind Ferien und daher geht es ruhig zu. Gerade wird die Ananas- und Maracujaernte eingebracht. Vom Erlös ist es möglich den Bedarf an Zucker und Maismehl zu decken. Tanesco, der tansanische Stromanbieter, hat endlich Kabel gezogen und der Anschluss an das Generatorhaus steht kurz bevor. Dazu muss allerdings ein Cashewnussbaum gekappt werden. Außerdem werden ein weiterer Cashewnuss- und ein Fenessibaum stark zurück geschnitten, da die Blätter die Dachrinnen verstopften. Das daraus gewonnene Brennholz reicht für ca. vier Monate. Da gerade Ferien sind, bietet sich die Möglichkeit alle fünf Wassertanks zu leeren und gründlich zu reinigen. Eine der Schaukeln muss geschweisst werden, da die Aufhängung abgerissen ist und ein Klettergerüst hat sich gesenkt, so dass die Hölzer neu ausgerichtet werden müssen. Um der Nässe in einem Zimmer des Gästehauses Herr zu werden, wird es gefliest. Vom Generatorhaus ist der Dachstuhl zusammengebrochen. Der Grund liegt darin, dass er komplett von Termiten zerfressen war. Er wird erneuert und die Decke neu eingezogen. Im linken Zimmer des Lehrerhauses wölbt sich die Decke bedenklich und es riecht penetrant. Die Nachschau ergibt, dass sich im Dachstuhl Fledermäuse häuslich eingerichtet haben und der inzwischen kg-schwere Kot die Decke aufgeweicht hat. Auch hier muss die Decke erneuert werden und das Flugloch wird versiegelt. Als größte Maßnahme steht der Bau einer Außenküche an. Da mit Holzkohle gekocht wird, war der Zwischenraum bisher oft sehr verraucht und vor allem unertäglich heiß.Am vorletzten Tag des Arbeitseinsatzes erscheinen dann noch alle verantwortlichen Behörden durch den Minister aufgeschreckt, der die Übergabe in Magoza inszinierte. Endlich soll das Problem "Title Deed"(Ausstellung der Grundstücksurkunde) zu einem schnellen Ergebnis kommen. Alle Voraussetzungen und Kosten werden von höchster Stelle besprochen und erörtert.

August 2017: Der Schulbetrieb läuft vorbildlich und die Felder sind wohl bestellt. Aber zahlreiche Probleme fordern die freiwilligen Helfer heraus So müssen zuerst die beiden zusammengefallenen Batterien für die Solaranlage erneuert werden. Die Beschaffung ist sehr zeitaufwendig, da die Preise pro Stück zwischen 300 und 700 € variieren. Eine neue ca. 80 m lange Stromleitung wird zur Grundstücksgrenze gelegt und ein Strahler installiert, damit die Mauer nachts beleuchtet wird. In letzter Zeit kam es zu mehreren Diebstählen von den Feldern. Nach wenigen Tagen funktioniert der Abfluss des Gästehauses nicht mehr. Ein Abflussrohr ist zerbrochen und es kommt zum Rückstau. Das 6 m lange Rohr muss freigegraben und ausgetauscht werden. Kaum fertig, fällt die Toilettentüre der Lehrerinnen heraus, da der Türstock von Termiten zerfressen ist. Er muss erneuert werden. Außerdem wird der Spülkasten neu gekauft, da er nicht mehr funktioniert und das entsprechende Ersatzteil nicht zu beschaffen ist. Abgebrochene Äste und solche, die über die Dächer streifen werden zerkleinert und stocken den Brennholzvorrat auf. Das Generatorhaus bekommt eine Dachrinne, um weiteres Regenwasser aufzufangen und eine neue Standleitung wird gelegt und eingefasst. Hier soll in der Trockenzeit Trinkwasser verkauft werden. Vom Erlös können Dinge für den täglichen Betrieb bezahlt werden.Ein weiterer Schritt, damit der Kindergarten auf eigenen Füßen stehen kann.

Da die Regierung zahlreiche neue Gesetze erlassen hat, steigen die Kosten für den Kindergaten in erheblicher Höhe. So muss als größter Posten ab Januar 2018 für die Angestellten in eine "Rentenkasse" eingezahlt werden. Die Summe beläuft sich auf 20% des Lohnes.  .

Mai 2017: Während des Arbeitseinsatzes in Bigwa, Tumaini und Magoza gilt es auch in Kiparag'anda einige Arbeiten zu erledigen. Die begonnene Mauer an der südlichen Grundstücksgrenze wird noch verputzt und an der Innenseite werden Sisalpflanzen gesetzt, die schon nach kurzer Zeit eine natürliche Barriere bilden. Die drei Acre große Anbaufläche wird ausgejätet und die Bäume werden von Schmarotzerpflanzen befreit. Für die nächsten 6-7 Monate wird Brennholz gemacht und das Podest eines Wassertanks muss neu gemauert werden. Die Wände des Lehrerhauses sind feucht geworden, weil sich das überlaufende Wasser dort gestaut hat. Die gößte Maßnahme ist allerdings Stützwände für den neuen Kamin zu mauern. Weil dieser nachträglich gebaut wurde, hat er keine Verbindung zum Gebäude. Aufgrund der langanhaltenden Regenfälle ist der Boden aufgeweicht, und das Fundament hat sich so gesetzt, dass der Schlot in Schrägneigung geriet.

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