Im August 2016 kommt der "diwani" (Bürgermeister) von Kiparang'anda in unseren dortigen Kindergarten zu Besuch. Er bittet um unsere Unterstützung für einen Kindergarten in der Ortschaft Magoza, die circa 11 km westlich liegt. (7° 8'13.07"S 39° 6'44.59"E)


August 2018:
Bei einem Kontrollbesuch werden eine kleine Ausstattung an Schulmaterial (Blei- und Bunstifte, Spitzer) und verschiedene Spiele (Puzzle, Memory, Hüpfseile, Wasserbälle etc.) übergeben. 48 Kinder werden täglich von 08.00 bis 10.30 Uhr unterrichtet und bekommen nach dem Unterricht ihren täglichen "uji" (Maisbrei). Zur Überraschung sind auch die Zimmer, Toiletten und das gesamte Gelände sehr sauber gehalten.


Dezember 2017: Bei Ankunft sind die Wassertanks randvoll mit Regenwasser. Damit ist das größte Problem an dieser Baustelle gelöst. Innerhalb von nur zwei Tagen sind die Toiletten angeschlossen und die Rohre zur Abwassergrube verlegt. Letzte Schönheitsarbeiten werden erledigt. Die Schulbänke sind wider Erwarten fertig und können im Klassenzimmer aufgestellt werden. Der Maler beginnt sofort mit dem Außenanstrich und schon nach drei Tagen erstrahlt der Kindergaten in seinem ganzen Glanz. Zwischenzeitlich werden die Toiletten gefliest und die Türen gesetzt. Es geht Hand in Hand. Kaum sind diese Arbeiten erledigt, kann der Maler auch hier mit dem Streichen beginnen. Die Möbel für das Lehrerzimmer werden geliefert und die mitgebrachte Erstausstattung in Form von Blei- und Buntstiften, sowie diverser Spiele wird eingeräumt. Abschließend wird die Küche mit Töpfen, Tassen, Schüsseln etc ausgestattet und steht für den ersten Einsatz bereit. Am 27.12. findet dann die Übergabefeier statt. Der inzwischen zum Minister ernannte Landrat erscheint mit großem Hofstaat, Radio- und Fernsehsender im Schlepptau. Nach ausschweifenden Reden und Beweihräucherungen kann endlich die Schlüsselübergabe statt finden. Da der Kindergarten auf dem Gelände der Grundschule liegt, stellt die Regierung die Lehrerin. Am kommenden Tag wird die Übergabe in einem dreiminütigem Spot im Fernsehen gezeigt! Afrika Hilfe Franken ist jetzt im ganzen Land bekannt.

August/September 2017: Ein Arbeitseinsatz, der von zahlreichen Problemen überschattet ist und von den Helfern alles abverlangt. Bei Ankunft sind viel zu viele Backsteine produziert und dafür kein einziger Fensterstein. Die Fundament sind nicht verfüllt und es gibt kein Wasser. Pünktlich mit den Maurern trifft noch am gleichen Tag der Zement ein. Zwei "fundi" müssen herbeigeholt werden, die unverzüglich mit der Produktion der Fenstersteine beginnen, da diese dann noch zwei Tage trocknen müssen. In sofort angesetzten Gesprächen mit Chairman und Bürgermeister wird unverzügliche Abhilfe versprochen. Da dann im Laufe der Bautätigkeiten jeder dem anderen Versäumnisse zuschreibt und bis zum Schluss die Zuständigkeiten undurchschaubar sind, bleibt leider sehr viel Zeit auf der Strecke. Am Ende stehen jedoch Küche, Leher- und Klassenzimmer und sind bezugsfertig. Innen ist gefliest und gestrichen. Wassertanks sind aufgestellt und die Dachrinnen montiert, so dass schon nach dem ersten Regen das Wasserproblem an der Baustelle behoben sein wird. Die Toiletten stehen im Rohbau. In einem letzten Arbeitseinsatz müssen nun noch die Toiletten vervollständigt und kanalisiert und alle Gebäude mit einem Außenanstrich versehen werden. Außerdem gilt es noch die Küchenausstattung und das Mobiliar für das Lehrerzimmer zu beschaffen. DieSchulbänke und Hocker für das Klassenzimmer sind bereits in Auftrag gegeben und sollen bis Ende Dezember ausgeliefert werden. Außerdem wird dem kleinen Hospital, das unmittelbar neben dem Kindergarten ist zahlreiches Verbandsmaterial übergeben.
         

April/Mai 2017: Baubeginn in Magoza
Am 22.April findet das erste Treffen statt, an dem der Bürgermeister, eine Vertretung des Schulamtes und der gesamte Gemeinderat zugegen sind. Es wird ein Vertrag unterzeichnet, in dem sich Afrika Hilfe Franken bereit erklärt das Material zu bezahlen, wenn die Gemeinde einen Großteil der Arbeiten in Eigenleistung durchführt. Schon kurz darauf geht es los. 130 Sack Zement werden gekauft und man beginnt mit der Produktion von Backsteinen. Es sollen 3900 Stück und 441 Fenstersteine hergestellt werden. Gleichzeitig wird das Fundament vermessen und ausgegraben. Schon nach 5 Tagen sind 950 Backsteine fertig und es wird mit dem Mauern des Fundamentes begonnen. Weiteres Baumaterial für den Betonring wird gekauft und nach dem Austrocknen dessen noch zwei Reihen Steine hochgemauert. Bis Ende August soll das Fundament nun gut austrocknen bevor es dann weitergeht. Bis dahin müssen alle benötigten Steine fertig sein und direkt neben der Baustelle gelagert werden.