KILIMAHEWA liegt ca. 90 km südlich von Dar es Salaam (google earth 7°22,28'S 39°05,29'E).
Noch vor kurzem war es nur auf einer ausgefahrenen Piste erreichbar. Inzwischen führt die Asphaltstraße vorbei. Verlässt man Dar in Richtung Süden auf der Kilwa Road, kann man die Station jetzt innerhalb von 1½ Stunden erreichen kann. Man durchfährt eine leicht hügelige Landschaft mit typischer Küstenvegetation. Kokospalmen und Casheuw-Nussbäume beherrschen das Bild. Nach ca. 45 km passiert man die Kleinstadt Mkuranga mit Abzweig zum Meer nach Kisiju. Nach weiteren 35 km kommt die kleine Ortschaft Kimanzichana und dann sind es nur noch ca. 2 km bis ans Ziel.
Noch vor kurzem war es nur auf einer ausgefahrenen Piste erreichbar. Inzwischen führt die Asphaltstraße vorbei. Verlässt man Dar in Richtung Süden auf der Kilwa Road, kann man die Station jetzt innerhalb von 1½ Stunden erreichen kann. Man durchfährt eine leicht hügelige Landschaft mit typischer Küstenvegetation. Kokospalmen und Casheuw-Nussbäume beherrschen das Bild. Nach ca. 45 km passiert man die Kleinstadt Mkuranga mit Abzweig zum Meer nach Kisiju. Nach weiteren 35 km kommt die kleine Ortschaft Kimanzichana und dann sind es nur noch ca. 2 km bis ans Ziel.
Kilimahewa ist 1988 noch inmitten im afrikanischen Busch entstanden als die Schwestern des italienischen Cosulata-Ordens und Pater Beda dort den Grundstein für eine Kirche und eine Krankenstation legten. Bis dahin gab es lediglich eine winzige Kirche, die seit 1973 einmal wöchentlich von Dar Es Salaam aus auf beschwerlichem Weg betreut wurde. Schnell war der Platz zu klein und im kommenden Jahr kam ein separates Schwesternhaus und eine kleine Schneiderei mit zwei Näherinnen hinzu.
1990 entstand ein Verwaltungsgebäude mit weiteren Wohnräumen und Küche. 1997 wurde der erste Kindergarten eingeweiht und die Arbeit vor Ort wurde immer intensiver. Da der beschwerliche Weg viel zuviel Zeit und Mühen in Anspruch nahm, zog Pater Beda mit Bruder Thomas, mit dem er schon seit vielen Jahren zusammen gearbeitet hat, 1999 dorthin.
Ein weiteres Haus wurde gebaut und im Jahre 2000 eine Schreinerei eingerichtet. Da inzwischen der Wasserbedarf kaum mehr gedeckt werden konnte, musste ein größerer Brunnen gebaut werden. Die alte Krankenstation platzte aus allen Nähten, da die Leute zu Fuß bis zu 80 km aus dem Busch hierher laufen. In den Jahren 2001 und 2002 entstand das neue Krankenhaus, das neben einer Hebamme, einem Arzthelfer und zwei Schwestern weitere 12 Leute beschäftigt. In dieser Dispensary können allerdings keine Operationen durchgeführt werden. Die Arbeit beschränkt sich auf die Entbindungsstation, ambulante Wundbehandlungen, wöchentlich stattfindende Krankheitsaufklärung in Sachen Hygiene, Malaria, Augenleiden, Aids etc etc.
Das Klima und die heftigen Regenfälle in den Zeiten des "el nino" und den normalen Regenzeiten beschädigten das alte Verwaltungsgebäude und ein neues Wohnhaus musste her, das 2003 fertig war. Im gleichen Jahr wurden zwei Brunnen mit einem Fassungsvermögen von 50.000 l gebaut. Von diesem Wasser kann an das inzwischen anwachsende Dorf abgegeben werden, womit sich auch die gesundheitliche Situation wesentlich verbessert, da man das Wasser nicht mehr ausschließlich aus Pfützen zu entnehmen braucht. Schon bald wurde eine Solaranlage mit 5 KW in Betrieb genommen, die wesentlich dazu beiträgt den enormen Kostenaufwand für Diesel für die beiden Generatoren zu verringern.
Ab dem Jahre 2003 wurde an der neuen Kirche gebaut, die am 31.12.2006 vollendet werden konnte. Daneben entstand im selben Jahr im 3 km entfernten Kimanzichana (google earth S 07° 2140 E 39° 0396) der zweite und im folgenden Jahr 2004 im 25 km entfernten Kikoo (google earth S 07° 2049 E 39° 0872) der dritte Kindergarten. Da inzwischen monatlich fast 1.200 Euro nur an Diesel für die Generatoren verbraucht wurden, wurde 2005 eine weitere und größere Solaranlage mit 30 KW eingerichtet. Eine neuere Rechnung ergab, dass sie sich sehr schnell bezahlt gemacht hat. Im selben Jahr konnte noch ein vierter Kindergarten im 17 km entfernten Mwarusembe (google earth S 07° 1624 E 39° 0846) in Betrieb genommen werden.
Bruder Thomas erlebte die Einweihung der neuen Kirche nicht mehr und wurde in seiner Zweitheimat Tansania auf der Station beigesetzt. Zu dieser Zeit lag der ganze Komplex in den Händen von Pater Beda und drei Consulata-Schwestern, von denen eine schon das gesegnete Alter von 93 Jahren erreicht hat. Im Januar 2008 wurden diese drei Schwestern abgezogen und vier afrikanische Schwestern vom Orden "Kleine Schwestern des Hl. Franz von Assissi" haben ihren Platz eingenommen. 2010 übernimmt dann ein afrikanischer Pfarrer die Aufgaben von Pater Beda, der in seinen wohlverdienten Ruhestand geht. Damit endet unsere Verbindung mit Kilimahewa.
