Grundschule Ngunguti Die Schule befindet sich ca 2 km westlich der Ortsmitte Mkuranga (7° 7'5.07"S 39°11'38.62"E)
 
Im Oktober 2016 tritt die Direktorin der Schule an uns heran und berichtet von ihren Sorgen. Zwei Vereinsmitglieder besuchen daraufhin die acht km von Kiparang'anda entfernte Schule. Was die beiden da zu sehen bekommen ist mit Worten kaum zu beschreiben:
In nur vier Klassenzimmern - davon zwei mit kaputtem Dach - werden 1504 Schüler unterrichtet. Der Unterricht findet im Schichtdienst statt. Die Zimmer sind mit bis zu 140 Schüler je Klasse brechend voll und die Luft dort drinnen ist zum Ersticken. Bei Regen fällt der Unterricht in zwei Zimmern aus, da dann das Wasser knöcheltief in den Räumen steht. Bei gutem Wetter findet der Unterricht auch im Freien unter den Bäumen statt. Seit drei Jahren steht ein Rohbau ohne Dach, Fußböden, Türen und Fenster, der nicht genutzt werden kann. In der Mitgliederversammlung 2017 wird entschieden hier zu helfen.

Am 24. April 2017 findet ein Treffen statt und eine Vereinbarung wird unterzeichnet: Afrika Hilfe Franken beschafft das Baumaterial und bezahlt die Maurer für das Verputzen des Rohbaus. Die Gemeinde Ngunguti übernimmt alle anderen Arbeiten wie die Reparatur der kaputten Dächer, die Erneuerung bzw  das Betonieren der Fußböden, sowie das Einziehen von Zimmerdecken. Die Kosten werden auf ca 4.500 € geschätzt.

August 2017
Zu unserer Überraschung ist das Dach inzwischen gedeckt und Fußböden sind eingezogen. Außerdem sind bereits alle Fenster und Türen gesetzt. Das spart viel Geld! So muss das neue Gebäude nur noch verputzt werden und innen werden die Decken eingezogen. Für eines der älteren Gebäude werden neue Dachbleche gekauft und Zement zur Verfügung gestellt, um die total zerstörten Fußböden zu erneuern. Außerdem muss ein komplett von Termiten befallener Türstock ausgetauscht werden. Die Arbeitskosten für das ältere Gebäude übernimmt die Gemeide, so dass hier lediglich die reinen Materialkosten angefallen sind.


Dezember 2017
Ein Besuch der Schule zeigt, dass die beiden Klassenzimmer wie besprochen saniert sind. Das Dach ist komplett neu und auch die Fußböden sind neu betoniert, so dass jetzt wieder bei jedem Wetter unterrichtet werden kann.
Allerdings ist die Not noch immer groß! Für die inzwischen 1538 Kinder stehen nur sechs Klassenzimmer und zwei (!) Toiletten zur Verfügung. Eine Begehung zeigt deutlich, dass weitere Hilfe nötig ist. Die Schulleitung legt einen Antrag für zwei weitere Klassenzimmer und mindestens 10 Toiletten vor. Eigeneistung wie zuvor wird zugesagt. Ca 6.000 Backsteine hat man schon in Eigenleistung hergestellt.

März 2018: Bau von 12 Toiletten, da den 1536 Schulkindern nur 4 zur Verfügung stehen. Eine speziell angelegte Sammelaktion ermöglichte den schnellen Bau. Nach Ausmessen des Fundament ist die Direktorin der Schule für das Ausschachten zuständig. Schon am nächsten Tag ist die Arbeit erledigt und es werden 150 Sack Zement aus der Spende von Heidelberg Cement angeliefert. Die Kinder der höheren Klassen schleppen Sand zur Baustelle. Innerhalb 8 Arbeitstagen sind die Toiletten fertig gemauert, an die Klärgrube angeschlossen, gefliest, innen angestrichen und können benutzt werden. Die Schüler reinigen die Baustelle. Das allzulange Anstellen in den Pausen ist erträglicher geworden.

Beginn mit dem Bau von zwei Klassenzimmern: Ausmessen, Ausschachten und Hochmauern bis oberer Betonring. Nebenan baut der Staat drei weitere Klassenzimmer und bauen an unsere beiden Klassenzimmer in Eigenregie ein Lehrerzimmer an. Die Maurer fahren mit dem verbliebenen Zement eigenständig fort den Giebel hochzumauern, damit es beim nächsten Arbeitseinsatz schneller vorangehen kann.

Am 10. Juni erreichen uns Bilder vom Maurer Petro. Nach langanhaltenden Regenfällen hat er die Arbeiten fortgesetzt und den eingelagerten Zement verarbeitet, indem er den Giebel vollendet und innen verputzt hat.


August 2018: Wegen des anstehenden Examens in der Grundschule Ngunguti werden die beiden Klassenzimmer mit Hochdruck fertig gestellt. Bei Ankunft bekommt die Schuldirektorin Anweisung die Räume schnellstens mit Erde verfüllen zu lassen, was schon am nächsten Tag erledigt ist. Da der Maurer gute Vorarbeit geleistet hat, kann es unverzüglich daran gehen, den Dachstuhl zu zimmern. Schon nach zwei Tagen ist er fertig und das Wellblech kann aufgezogen werden. Zwischenzeitlich setzt der Schreiner die Fenster und Türen. Danach werden die Fußböden in den Zimmern und die Terrasse zementiert und mit Glattstrich versehen. Abschließend gilt es noch hier und da den Verputz nachzubessern und nach schon 5 Tagen stehen sehr zur Verwunderung der Direktorin und des Lehrerkollegiums die Klassenzimmer für den Unterricht zur Verfügung. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann während der Ferien noch Zimmerdecken eingezogen werden, wenn alles gut durchgetrocknet ist.
 

Dezember 2018: In die beiden im August gebauten Klassenzimmer werden Decken eingezogen. Bei Ankunft bietet sich ein erschütterndes Bild. Ein Arbeiter, der Schultafeln an die Wände gemauert hat, hat einen dermaßen Zustand hinterlassen, dass es Stunden dauert die eingetrockneten Zementreste vom Fußboden zu entfernen. Auch stellt sich heraus, dass es keinen Wächter nach Schulschluss gibt und zig Leute das Schulgelände queren. Die Toiletten sind nicht abgeschlossen und werden fleißig benutzt. Da die Eimer und Klobürsten gestohlen sind, ist der Zustad entsprechend. Die Schuldirektorin verspricht mit dem Bürgermeister zu sprechen, damit ein Wächter eingestellt wird. Innerhalb zwei Tagen ist de Arbeit erledigt und der Maler beginnt die Giebelseite zu streichen und das Emblem der Afrika Hilfe Franken darauf zu malen.

 

 

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