Im Dezember 2017 erreicht Afrika Hilfe Franken e.V. ein Bittbrief der "shule msingi Kiparang'anda A". (Koordinaten: 7° 9'24.98"S 39°10'39.95"E)
Dort werden ca. 1500 Kinder in absolut desolaten Klassenzimmern unterrichtet. Viele der Dächer sind löchrig und bei Regen muss der Unterricht ausfallen. Der Direktor der Schule sichert zu, dass sich die Gemeinde an den Arbeiten beteiligen wird, wenn wir nur das Material stellen. In der Mitgliederversammlung 2018 wird beschlossen zu helfen.

Ende Januar 2020 stellt die Schule einen Antrag auf Unterstützung behinderter Kinder. Es werden dringend behindertengerechte Toiletten und Klassenzimmer benötigt.

Ende Mai erreicht uns ein Video, dass dafür bereits 1500 Backsteine besorgt wurden.


Nachdem das Bauvorhaben in Kise beendet ist, kann mit dem Bau eines Klassenzimmers in Kiparang'anda A begonnen werden. Da im Moment wegen der Coronabedingungen kein Arbeitseinsatz vor Ort möglich ist, muss alles per Whats-App und World Remit Überweisungen in kleinen Schritten bewältigt werden. Anschrechpartner ist der Schuldirektor Mr. Isaack Ruasa, der den Einkauf des Baumaterials und die Bezahlung der Arbeiter koordiniert. Pro Arbeitsschritt wird eine Materialliste vorgelegt und die Arbeiter bekommen einen Abschlag des vorab ausgehandelten Entgeldes für den kompletten Bau. Die Toiletten sollen allerdings erst gebaut werden, wenn ein Arbeitseinsatz möglich ist, damit auch wirklich alle Maßnahmen für Behinderte wie zum Beispiel Barrierefreiheit berücksichtigt werden.

Am 20.August beginnt die Gemeinde mit dem Ausschachten des Fundamentes. Am gleichen Tag wird Geld für Zement, Kies, Baustahl und Eisenringe überwiesen und am 24. August ist das Fundament schon fertig
 
  

Am 24.August wird weiteres Geld für Zement und Baumaterial für den oberen Betonring, sowie einen Abschlag an die Maurer überwiesen. Überdurchschnittlich schnell gehen die Arbeiten voran und schon am 28. August wird der obere Ring gegossen. Am 1.September ist der Giebel fertig.
 

Am 3.September wird weiteres Geld für das Dach angewiesen, dass dann am 9. September gedeckt ist. Auch der Schreiner hat bereits die Türe und die Fenster fertig.
 

Im Zeitraum vom 11. bis 25. September wird das Gebäude innen und außen verputzt und der Lohn mit dem Maler ausgehandelt.
 

Als letzter Arbeitsschritt steht jetzt noch das Betonieren des Fußbodens an, bevor gestrichen werden kann. Leider sind die Preise von Zement innerhalb einer Woche um 4% gestiegen und der Wechselkurs zum TSH ist wegen des Verfalls des € zum Dollar gesunken.

Im März 2019 werden noch die fehlenden Giebel zwischen den Klassenzimmern eingezogen und ein Fußboden erneuert. In abschließenden Verschönerungsarbeiten werden einige Ecken noch verputzt. Vom restlichen Geld werden für das Lehrerzimmer Vierkantholz und Platten für die Zimmerdecke besorgt. Der Schuldirektor erklärt sich bereit die Zimmerleute selbst zu bezahlen, die die Decke einziehen sollen.

Im Dezember 2018 wird der letzte Part der zugesagten Hilfe angegangen. Wie vereinbart sind die aus dem zur Verfügung gestelltem Zement Backsteine produziert (1129 Stk). Bei Ankunft ist das alte, von Rost zerfressene Dach des mittleren Traktes, das sich über 5 Klassenzimmer erstreckte, bereits abgebaut. Schon am nächsten Tag kann mit dem Aufstocken um drei Bachsteinreihen und der Erweiterung eines Klassenzimmers begonnen werden. Damit die neu gemauerten Reihen gut austrocknen können, wird die Arbeit für drei Tage unterbrochen. Nach Lieferung der Vierkanthölzer werden 30 Dachsegmente gezimmert. Zwei Tage Später ist der Dachstuhl errichtet und das Dach wird mit Wellblech gedeckt. Es folgen Aufräumarbeiten und das Verputzen des neuen Klassenzimmers. Zur Freude der Schulmannschaft wird ein kompletter Satz Fußballtrikots überreicht, die dem Verein zur Verfügung gestellt wurden.  


Im August 2018 werden die Arbeiten fortgesetzt. Die erste Überraschung ist der Antrittsbesuch eines neuen, aber sehr engagierten Schuldirektors. Er ist informiert und verspricht sich an die Vereinbarungen zu halten. Außerdem schlägt er gleich von sich aus vor, dass der für die Schule zuständige "Munikiti" mit einbezogen wird. Das Gespräch entwickelt sich sehr positiv und es kommt eine neue Idee auf. Dieses Mal wird am rechten Flügel nur ein Klassenzimmer renoviert. Um nicht wegen eines Durchgangs wie am linken Flügel zuviel Platz zu verlieren, wird der Durchbruch dann im Dezember anders gestaltet und das betroffene Klassenzimmer um zwei Meter verlängert. Dadurch hat das Wasser in der Regenzeit bessere Ablaufmöglichkeiten. Es wird vereinbart, dass Afrika Hilfe Franken das Material bezahlt und den Maurer, um die viel zu niedrigen Klassenzimmer um 50 cm aufzustocken. Die Gemeinde produziert 1100 Backsteine in Eigenregie und stellt Wasser und Sand. Außerdem übernimmt sie den Abriss des Daches und die Aufräumarbeiten. Die "fundis" (Arbeiter) erhalten anstelle von Lohn die alten Wellbleche. Die Maßnahme wird auf ca. 3.500 € taxiert. Am Ende dieses Arbeitseinsatzes haben zwei Klassenzimmer einen neuen Fußboden und eines ein neues Dach. Und man kann sagen, dass die Schüler sehr viel Glück hatten, dass ihnen das alte Dach noch nicht auf den Kopf gefallen ist. Der Dachstuhl war von Termiten zerfressen und viele Hölzer waren nur noch wie Papier.

Im März 2018 wird mit den Maßnamen begonnen. Es sollen zuerst die vier am meisten betroffenen Klassenzimmer mit neuen Dächern versehen werden. Der morsche Dachstuhl im linken Trakt wird samt den löchrigen Wellblechen abgebaut. Da die Klassenzimmer sehr niedrig waren, werden sie um drei Reihen Backsteine erhöht. Danach wird ein neuer Dachstuhl gezimmert und das Dach neu gedeckt. Dazu holten die Schüler die Hölzer vom 300 m entfernt gelegenen "Baumarkt". Je eine Fuhre Sand und Kies werden nebst 50 Sack Zement geliefert, womit die 3 neuen Reihen Backsteine verputzt und die Fußböden erneuert werden können. Dies liegt in der Zuständigkeit des Schuldirektors und der Gemeinde. Bei einem späteren Arbeitseinsatz soll dann der rechte Flügel renoviert werden.